Photovoltaik auf der Basis der kristallinen Silizium-Wafer, ursprünglich eine Schlüsseltechnologie für die Halbleiterchips der Mikroelektronik, ist zu einem sehr ertragreichen Technologiezweig herangereift, der die Weltmärkte der solaren Energieerzeugung zu 90 Prozent dominiert. Das dürfte auch mittelfristig so bleiben - wenngleich die oft informell angedachten Roadmaps technologieoffen sind und eigentlich lediglich höhere Effizienz und niedrigere Kosten pro erzeugtem Watt im Auge haben.
Der kürzeste Weg bei dieser Entwicklung führt, das hat die Evolution der Halbleiterchips gezeigt, am besten über kooperative Programme mit produktorientierten Firmen und längerfristig denkenden öffentlichen Forschungseinrichtungen.
Hier hat sich das 1984 gegründete belgische IMEC (Interuniversitair Micro-Electronica Centrum) in Leuven in den 25 Jahren seines als weltweit anerkanntes Unternehmenr positioniert. Neben der aktuellen Halbleiterfertigung und Leistungen in der sensorgestützten Medizinelektronik setzt IMEC nun vermehrt auf die Photovoltaik.
Auf der kürzlich in Hamburg abgehaltenen 25. European Photovoltaic Solar Energy Conference (PVSEC) und mit weiteren Details auf einem Presse-Empfang Anfang Oktober meldete IMEC zusammen mit dem internationalen Energiekonzern BP Solar einen Wirkungsgrad von mehr als 18 Prozent für kristalline Si-Zellen.
Das basiert, wie Jef Poortmans, Direktor des Photovoltaic-Programms bei IMEC, erklärt, im Wesentlichen auf zwei Innovationen: dem bei BP Solar entwickelten (und seinerseits vom US-Energieministerium unterstützten) „Mono2“-Si-Substrat, dessen kristallographische Orientierung anders als beim traditionellen Ziehen der Si-Einkristalle nach Czochalski so optimiert ist, dass sie äußerst defektfreie Wafer erzielt. Außerdem bringt Mono2 Kostenersparnisse auf dem Weg zu billigeren Modulen.
Foto: pixelio.de, Daniela Baack
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