Altbausanierung

Energiebewusste Gebäudegestaltung - Wie sich mit kleineren Sanierungsmaßnahmen richtig sparen lässt

In Haus-Modernisierungen wird heute mehr investiert als in einen Neubau. Das geht aus einer Studie der Heinze Marktforschung hervor. Warum die energetische Sanierung sich für Hausbesitzer heute mehrfach lohnen kann.

Einerseits unterstützt der Staat dies mit unterschiedlichen Förderprogrammen, andererseits rechnen sich bei kontinuierlich steigenden Rohstoffpreisen die Energieeinsparungen oft schon nach wenigen Jahren.

Sparpotenzial von bis zu 85 Prozent
"Technisch ist es heute problemlos möglich, den Energieverbrauch eines durchschnittlichen Wohnhauses durch geschickte Sanierung um etwa 85 Prozent zu senken", so Felicitas Kraus, Bereichsleiterin Energieeffizienz im Gebäudebereich der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Allerdings sollte nach ihrer Aussage ein zugelassener Energieberater eine Analyse des Hauses vornehmen und alle Maßnahmen genau planen, abstimmen und budgetieren. Sparen lässt sich aber auch im Kleinen: So senkt beispielsweise eine gute Verschattung den Aufwand für die Kühlung im Sommer. Rollläden dienen nicht nur der Verdunkelung, sie können nachts Energieverluste wegen alter Fenster deutlich verringern.

Staat und Länder fördern Modernisierung
Die wichtigsten Maßnahmen einer Energie-Modernisierung zielen zunächst auf die Minimierung von Wärmeverlusten. Stammen etwa die Fenster noch aus den frühen Achtzigerjahren oder sind sie sogar noch älter, so ist ein Austausch dringend empfehlenswert. Bei einer Dämmung der Außenwände ist darauf zu achten, dass keine Wärmebrücken entstehen und dass die Wände noch atmen. Sonst kann es im Altbau schnell zu Feuchte- und Schimmelschäden kommen. Eine schrittweise Verbesserung der persönlichen Energiebilanz – Je nach Zeit und finanziellem Budget – bietet sich häufig an. Wer sich den nachträglichen Einbau von Wärmepumpen und Sonnenkollektoren noch nicht leisten kann oder will, senkt die Heizkosten zunächst mit Brennwerttechnik neuester Generation, die sich auch mit Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung koppeln lässt.

Zwei Beispiele für nachhaltige Energiesparmaßnahmen im Bestand: Markisen bieten bekanntermaßen Schutz vor der Sonne und sind willkommen, wenn es auf der Terrasse zu heiß wird. Sie können aber auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Senkung der Energiekosten leisten. Denn wenn sie die Sonnenstrahlen davon abhalten, durch die Fenster ins Hausinnere zu fallen, wirken sie wie eine natürliche Klimaanlage. Der Energieaufwand für das Abkühlen der Räume kann sich dadurch um 80 Prozent reduzieren, eine Klimaanlage ist dann meist überflüssig. Ideal sind Markisen mit verstellbarem Neigungswinkel, da sie auch die Strahlen der tief stehenden Sonne wirkungsvoll absorbieren. Einen ähnlichen Effekt erzielen überlange Volants an der Vorderkante der Markise.

Wer seine Heizkosten spürbar senken will, muss neben der Wärmedämmung nicht gleich in einen kompletten „Systemwechsel“ wie etwa von Öl auf Wärmepumpe und Flächenheizung investieren. Neue, innovative Öl-Brennwertkessel nutzen dank der integrierten Wärmerückgewinnung aus den Abgasen den Brennstoff Öl erheblich effizienter aus als alte, konventionelle Brenner. Bis zu 30 Prozent mehr Energieausbeute aus der gleichen Menge Heizöl sind da schon mal drin. Deshalb fördert auch der Gesetzgeber den Austausch. Die Umrüstung ist vergleichsweise günstig, da nur der Kessel ausgetauscht wird, alle anderen Installationen können ihre Arbeit weiterhin verrichten. Zusätzlich Energie sparen kann man mit ebenfalls förderfähigen zusätzlichen Sonnenkollektoren für Warmwasser.

Quelle: Immonet.de

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