Projekte

Bauteilnetz Deutschland

Ob Treppen, Heizung oder Betonplatten - bei Umbau und Abriss von Gebäuden fallen viele alte Baumaterialien an. Meist landen die gebrauchten Bauteile einfach auf dem Müll, während gleichzeitig mit nagelneuen Produkten neue Häuser konstruiert werden.

Um gegen diese Verschwendung von Ressourcen und Energie vorzugehen, startete die Sanierungsarchitektin Ute Dechantsreiter ein Pilotprojekt: Die „Bauteilbörse Bremen“ sammelt gebrauchte Bauteile und bringt diese wieder in den Umlauf.

Daraus entstand mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt das „Bauteilnetz Deutschland“, zu dem inzwischen elf regionale Bauteilbörsen gehören.

Laut der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie von 2008 werden in Deutschland pro Jahr 700 bis 800 Millionen Tonnen an Rohstoffen für Bauen und Wohnen verbraucht. Da der Bereich Bauen hier leider nicht getrennt betrachtet wird, zählen dazu aber zum Beispiel auch Heizungskosten.

Bislang wurden im Prinzip alle alten Bauteile weggeschmissen - unabhängig davon, ob diese noch zu gebrauchen waren oder nicht. Eine Ausnahme bilden historische Materialien, für die sich oft noch Interessenten finden.

Die Bauteilbörse Bremen wurde 2002 als Pilotprojekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, gebrauchte Bauteile zu bergen und an Interessenten weiterzuleiten. Daher wurde auch ein Lager eingerichtet, das die Kunden bei Interesse aufsuchen können.

Die gebrauchten Bauteile werden der Bauteilbörse zum Beispiel von Handwerkern oder Privatpersonen angeboten. Ein anderer Weg ist, die Materialien und Gegenstände nach Absprache mit dem Abbruchunternehmer aus einem zum Abriss bestimmten Gebäude zu bergen. Durchschnittlich sind auf einer Baustelle vier bis zehn Prozent der Bauteile wieder zu verwenden.

Neben der in Bremen gibt es Börsen für gebrauchte Bauteile in Hannover, Gießen, Augsburg und Berlin-Brandenburg. Die Bauteilbörsen in Oldenburg, Gronau, Köln, Herzogenrath, Weißenburg und Nordhausen werden derzeit aufgebaut, können teilweise aber schon genutzt werden.

Das komplette Interview mit der Sanierungsarchitektin Ute Dechantsreiter finden Sie bei YaaCool.

Quelle: www.yaacool.de


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Wie viel ist 3 plus 4: *

Bob (12.07.2011 14:39)

Ist das noch verwetrbar?

Eigentlich geht es doch hier um ...


alter_roemer (11.03.2010 11:42)

Eine Fundgrube für den Denkmalschutz

Interessant dürfte dieser Service vorallem ...



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