Gebäudetechnik

Neuer Studiengang in Rosenheim: Energie- und Gebäudetechnologie

Weltweit tragen Gebäude 40 Prozent zum Energieverbrauch bei. Mit heutiger Technologie sind Gebäude realisierbar, beispielsweise Passivhäuser, die verglichen zum Gebäudebestand den Energiebedarf um 80 bis 90 Prozent verringern. Um diese Technologie in die Breite zu tragen und weiter zu verbessern, hat die Hochschule Rosenheim einen von Grund auf neuen Studiengang konzipiert, der erstmals zum Oktober 2010 starten soll.

Die Ausbildung zum Ingenieur Energie- und Gebäudetechnologie kombiniert ein breites Grundlagenwissen mit Kenntnissen zu Energieanwendungen in Häusern, der Energiebereitstellung mit Schwerpunkt regenerative Energien und dem Energietransport in einer in Deutschland bisher einmaligen Weise. Neben dem reinen Energie-Sparen ist die Erhöhung der Energieeffizienz eine ständige Herausforderung für heutige und noch mehr für zukünftige Ingenieure. Der Bachelor of Engineering (B.Eng.) in Energie- und Gebäudetechnologie soll eine Lücke in der derzeitigen Ausbildungsstruktur des Bau- und Energiewesens im deutschsprachigen Raum schließen.

Eine interdisziplinäre wissenschaftliche Ausbildung qualifiziert die Absolventen für die zukünftigen Aufgaben im Bereich der ganzheitlichen Energieplanung und -beratung mit dem Fokus Energieanwendungen im Gebäude. Die Nachfrage nach Ingenieuren mit dem Kompetenzprofil eines B.Eng. in Energie- und Gebäudetechnologie ist schon heute hoch und wird durch die stetig wachsenden Anforderungen an energieeffiziente Systeme weiter steigen. Die möglichen Berufsfelder reichen dabei vom Mitarbeiter bei Energieversorgern, über Entwicklungsingenieure für energieeffiziente Produkte und regenerative Energiesysteme bis hin zur freiberuflichen Tätigkeit in einem Ingenieurbüro.

Die Studenten werden mit dem notwendigen theoretischen und praxisnahen Fachwissen vertraut gemacht, die für eine gesamtheitliche Planung und Beratung notwendig sind. Dazu vereinigt der Studiengang eine breit angelegte, allgemeine ingenieurwissenschaftliche Grundausbildung mit den Schwerpunkten der Energiebereitstellung und dem Energietransport bis zur Energieanwendung im Gebäude. Zusätzlich verbindet der Studiengang die ingenieurwissenschaftlichen Themengebiete mit dem Studium moderner technischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Methoden des Produkt-, Objekt- und Betriebsmanagements. In Projektarbeiten werden die erlernten Kenntnisse zusammengeführt und Kommunikations- und Präsentationstechniken geschult.

Foto: pixelio.de, Henry Klingberg


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