Der Bund stellt in den nächsten beiden Jahren 6,5 Milliarden Euro im Konjunkturpaket II zum Ausbau beziehungsweise zur Sanierung von Schulen, Kindergärten und Hochschulen zur Verfügung. Daneben fördert der Bund den Ausbau der Kinderbetreuung für Unter-3-jährige bis 2013 mit weiteren 2 Milliarden Euro.
Die Studie erhöht die Transparenz von Entscheidungsprozessen im Schul- und Kitabau. Sie basiert auf Experteninterviews und einer repräsentativen schriftlichen Befragung von 200 Bauherren und Architekten, die in den letzten beiden Jahren Schulen und Kitas geplant und gebaut haben.
Bauherren von Schulen und Kindergärten bewerten die Holzbauweise positiv: 31 Prozent der befragten Bauherren haben eine Vorliebe für das Konstruktionsmaterial Holz, 53 Prozent haben keine Vorliebe und lediglich 16 Prozent favorisieren die Bauweise in Stein oder Beton.
Der Schwerpunkt der Baumaßnahmen im Schul- und Kitabau wird in Zukunft nicht der Neubau sein, sondern liegt in der Sanierung beziehungsweise bei Erweiterungsbauten und Umbaumaßnahmen. Bei Um- und Ausbau und der Anpassung an den Gebäudebestand kommt die Flexibilität des Baustoffs Holz besonders zum Tragen.
Raumklima, Ästhetik, Optik, Dauer der Bauzeit und Gesundheit sind aus Sicht der Bauherren und Architekten entscheidungsrelevante Aspekte, bei denen sie den Holzbau vorteilhaft bewerten. Der Wärmeschutz wird als weiterer Vorteil von Holz bewertet. Er ist eine Schlüsselkategorie für energieeffizentes Bauen. Im öffentlichen Bau wird der Passivhausstandard zunehmend zur Auflage – eine Entwicklung von der Holz aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften profitieren kann.
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
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