Gebäudetechnik

Energiesparmesse in Wels (Österreich): Schwerpunkt Passivhaus

Ein 30 Quadratmeter großer Raum in einem Passivhaus kann an einem eisigen Tag mit zehn Kerzen beheizt werden. Das System des Passivhauses ist nämlich ganz simpel: Wie wir uns in der kalten Jahreszeit einen Pullover anziehen um nicht zu frieren, so wird auch ein Haus so gut wie möglich isoliert, um möglicht keine Wärme zu verlieren. Alles Interessante in Bezug auf Passivhäuser erfahren Besucher auf der Energiesparmesse Wels (Österreich) vom 26. Februar bis 1. März 2009.

Im Kompetenzzentrum Passivhaus zeigt die IG Passivhaus Österreich eine 900 Quadratmeter große Sonderausstellung inklusive Beratung. Dort hört und sieht der Bauherr alles über die Passivbauweise. In speziellen Referaten von Freitag bis Sonntag bekommen Häuslebauer Infos zum Passivhaus wie Architektur, Komfortlüftungsanlagen, Dreischeibenfenster, Luftdichtheit und wie viel ein Passivhaus kostet. Mit rund 150 Ausstellern, die Passivhäuser herstellen oder ihnen zuliefern, und den Bauträgern sowie Anbietern von Fertighäusern informiert die Energiesparmesse umfangreich über das Thema Passivhaus.

Diskussionsforum über das Passivhaus

Fachbesucher wie Architekten, Planer, Bau- und Entscheidungsträger können im „Passivhaus-Diskussionsforum“, am Donnerstag, den 26. Februar Erfahrungen und Standpunkte austauschen. Unter der Devise „Energieeffizienz als Weichensteller für Konjunkturmotor und Energiewende“ werden Wege aus der Konjunkturkrise und dem Klimawandel erörtert. Politiker, Wissenschaftler und Experten erläutern, wo Österreich und die Bundesländer beim Umsetzen im Neubau und Sanierungsbereich stehen und wie sich zielgerichtete Pläne zum Passivhausstandard bewährt haben. Mit dem Forum sind Bauschaffende und Entscheidungsträger genauso angesprochen wie Fachjournalisten.

Die Messestadt Wels geht beim Thema „Passivhaus“ selber mit guten Beispiel voran: Bürgermeister und Messepräsident Dr. Peter Koits hat zusammen mit dem Gemeinderat eine Passivhaus-Erklärung beschlossen, in der sich die Stadt dazu verpflichtet, bei zukünftigen Sanierungen von Häusern Erneuerbare Energien anzuwenden und bei sämtlichen Neubauten Passivhaus-Standard anzustreben.

Foto: oekonews.at


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