Holz fällt als nachwachsender Energieträger unter die Biomasse und wird gemäß § 2 der EnEV in den Bereich der erneuerbaren Energien eingestuft.
Holz ist gespeicherte Sonnenenergie! Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt wie beim Wachsen des Baums (Photosynthese) eingebunden wurde. Heizen mit Holz ist daher CO2 - neutral. Insgesamt betrachtet weist Holz als Brennstoff also eine CO2-neutrale Umweltbilanz auf. Dazu kommt, dass Brennholz in großen Mengen zur Verfügung steht. Die Aufbereitung von Holz ist einfach und umweltschonend. Weil CO2 als einer der Hauptverursacher des Treibhauseffekts gilt, ist der Einsatz des Brennstoffs Holz ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.
Vergleich der CO2-Emissionen verschiedener Energieträger (Quelle: Energieagentur NRW, http://www.ea-nrw.de/)
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Brennstoff |
CO2-Emission in [g/kWh] |
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Holz |
40 |
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Erdgas - Brennwert |
224 |
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Erdgas - atmosphärisch |
251 |
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Heizöl |
352 |
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Strom |
665 |
Die zur Verfügung stehende, energetisch nutzbare Holzmenge könnte einen wesentlich größeren Beitrag zum Primärenergieverbrauch in Deutschland leisten. Gesamtwirtschaftlich gesehen spielt Holz derzeit als Energieträger in Deutschland mit 1,5 % Anteil am Einsatz von Primärenergie keine bedeutende Rolle.
Aufkommen an Brennholz/Energieholz in Deutschland (Quelle: Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft)
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Brennholz aus |
ca. 6 Mio. m3 |
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Industrieresthölzer |
ca. 7 Mio. m3 |
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Althölzer |
ca. 4 Mio. m3 |
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gesamt |
ca. 17 Mio. m3 |
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entspricht |
ca. 8.5 Mio t |
Das Potenzial von Holz als Energieträger ist in Deutschland nicht ausgeschöpft. Wie die folgende Tabelle zeigt, könnten größere Mengen als bisher energetisch genutzt werden. Holz als Biomasse gilt in Deutschland als wichtiges Fundament für einen zukunftsfähigen regenerativen Energie- bzw. Strommix. Das im April 2000 in Kraft getretene Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) mit einer garantierten Vergütung für Biomassestrom wird diese Entwicklung weiter forcieren.
Verfügbare Holzmengen in Deutschland (Quelle: Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft)
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Schwach- und Resthölzer aus konventioneller Forstwirtschaft |
10-15 Mio. m3/a |
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aus Landschaftspflege |
5 Mio. m3/a |
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Industrieresthölzer |
10-12 Mio. m3/a |
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Althölzer |
10 Mio. m3/a |
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Energieholz aus Kurzumtrieb |
derzeit nicht abschätzbar |
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Gesamt |
35-42 Mio. m3/a |
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entspricht ca. |
18-23 Mio. t/a |
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+ Altpapier |
4 Mio. t/a |
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entspricht gesamt |
22-27 Mio. t/a |
Neben deutlich gestiegenen Preisen für fossile Energieträger sprechen weitere Argumente für die energetische Holznutzung:
Holz als Brennstoff kann zur Raumheizung und Warmwasserbereitung, aber auch aus Gründen der Behaglichkeit eingesetzt werden. Zur Raumheizung kann eine Holzheizung als Einzelheizung, aber auch als Zentralheizung zum Einsatz kommen. Der Raumheizung und der Behaglichkeit dienen vor allem offene Kamine, Kaminöfen und Kachelöfen.
Holz wir zur Energieerzeugung in kleineren Leistungsbereichen z.B. für Wohnhäuser in Form von Pellets, Scheitholz und Hackschnitzel verwendet. In größeren Leistungsbreichen, z.B. Industrie, Gewerbe und Kommunen, kommt Holz in Form von Hackschnitzeln und Spänen zum Einsatz.
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Fm = Festmeter |
Rm = Raummeter |
Sm3 = Schüttkubikmeter |
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1,00 Fm |
1,43 Rm |
2,43 Sm3 |
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0,70 Fm |
1,00 Rm |
1,70 Sm3 |
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0,41 Fm |
0,59 Rm |
1,00 Sm3 |
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Brenn- |
Wasser- [ %] |
Schüttdichte [kg/Sm3] |
Heizwert [kWh/kg] |
Heizöl- [l/Sm3 Holz] |
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Hackgut (Buche) lufttrocken |
20 |
280 |
4,1 |
115 |
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Hackgut (Fichte) lufttrocken |
20 |
230 |
4,2 |
97 |
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Hackgut (Buche) waldfrisch |
50 |
460 |
2,2 |
101 |
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Hackgut (Fichte) waldfrisch |
50 |
330 |
2,3 |
76 |
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Sägemehl |
40 |
260 |
2,6 |
68 |
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Hobelspäne |
25 |
120 |
3,7 |
44 |
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Rinde |
60 |
800 |
1,9 |
152 |
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Holzpellets |
10 |
650 |
5,0 |
325 |
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Stückholz |
20 |
400 kg/Rm |
4,1 |
164 l/Rm |
Nachdem in jüngerer Vergangenheit durch ausgereifte und zunehmend kostengünstigere Technik insbesondere der Einsatz von Holz im Bereich der reinen Wärmeerzeugung interessant wurde, sind heute auch deutliche Tendenzen in Hinblick auf eine gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung - vor allem der holzverarbeitenden Industrie - erkennbar. Die prinzipiell möglichen technischen Varianten der energetischen Holzverwertung sind im folgenden Schaubild dargestellt.
Möglichkeiten der energetischen Holzverwertung
Nach den Bauordnungen und den Feuerungsverordnungen der Länder sind feste Brennstoffe so zu lagern, dass keine Gefahren und unzumutbare Belästigungen entstehen. Unmittelbar neben Feuerstätten darf Brennholz nicht gelagert werden, wenn kein Schutz vor zu starker Erwärmung vorhanden ist. Wegen des Feuchtegehalts der Luft sollte Holz aber nicht in Kellerräumen gelagert werden.
Ein besonderer Lagerraum ist erforderlich, wenn je Gebäude oder Brandabschnitt Holz für Feuerstätten mit einer Gesamt-Nennleistung von mehr als 150 kW gelagert wird.
In offenen Dachräumen und Treppenräumen dürfen feste Brennstoffe nicht gelagert werden. Wird Festbrennstoff mit mehr als 100 m³ im Freien gelagert, muss zur Brandverhütung von Gebäuden ein Abstand von mindestens 10 m eingehalten werden.
Holzheizungen als Biomasse-Wärmeerzeuger konnten mit der Erstausgabe der DIN V 4701-10 vom 01.02.2002 nicht energetisch bewertet werden. Dies lag daran, dass zum Zeitpunkt der Erarbeitung der DIN das Thema Biomasse-Wärmeerzeuger relativ unbedeutend war. In der aktuellen Ausgabe der DIN V 4701-10 vom August 2003 wurden die Abschnitte 5.1.4.2.8 und 5.3.4.2.5 zur Ermittlung der energetischen Kenngrößen von Biomasse-Wärmeerzeugern zur Erzeugung der Trinkwasserwärme- und des Heizwärmebedarfs aufgenommen.
Da bei der neuen DIN V 4701-10 das Ausgabedatum aktueller ist als das im noch gültigem EnEV-Bezug vom 01.02.2002, erhält diese Normfassungen für denn öffentlich-rechtlichen Nachweis erst mit der geplanten EnEV-Novelle Rechtsgültigkeit. Für die EnEV-Nachweise muss also weiterhin mit der Normenausgabe vom Februar 2001 gerechnet werden, bis die EnEV-Novelle erfolgt ist, was bedeutet, dass Holzheizungen zzt. noch nicht nach DIN V 4701-10:2003-08 energetisch bewertet werden können.
Nach der EnEV muss für Holzöfen, welche unter Abschnitt 2 § 3 Absatz 3 der EnEV „Gebäude die zu mindestens 70 % durch erneuerbare Energien mittels selbsttätig arbeitender Wärmeerzeuger" fallen, kein Jahres-Primärenergiebedarf erbracht und auch kein Energiebedarfsausweis erstellt werden. Die Forderung, dass 70 % des Jahresnutzenergiebedarfs (Qh + Qtw) durch regenerative Energien gedeckt wird, ist dann einfach einzuhalten, wenn für die Erzeugung des Wärmebedarfs nur ein selbsttätig arbeitender Holzofen eingesetzt wird.
In der aktuellen Normfassung wurde in der Tabelle C.4-1 ein Primärenergiefaktor fp für Holz aufgenommen, womit dann auch Biomasse-Wärmeerzeuger mit den Brennstoffen Holz primärenergetisch erfasst werden können.
DIN V 4701-10 Tabelle C4.-1: Primärenergiefaktoren fp
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Energieträger |
Primärenergiefaktoren |
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Brennstoffe(1) |
Heizöl EL |
1,1 |
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Erdgas H |
1,1 |
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Flüssiggas |
1,1 |
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Steinkohle |
1,1 |
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Braunkohle |
1,2 |
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Holz |
0,2(2) |
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Nah-/Fernwärme aus KWK(3) |
fossiler Brennstoff |
0,7 |
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erneuerbarer Brennstoff |
0,0 |
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Nah-/Fernwärme aus Heizwerken |
fossiler Brennstoff |
1,3 |
|
erneuerbarer Brennstoff |
0,1 |
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Strom |
Strom-Mix |
3,0 |
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(1) Bezugsgröße Endenergie: unterer Heizwert Hu (2) Dieser Wert berücksichtigt ausschließlich den nicht regenerativen Anteil (3) Angaben sind typisch für durchschnittliche Nah-/Fernwärme |
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Der Einsatz von Holzheizungen wird im Alt- und Neubau durch verschiedene Landes- und Bundesprogramme gefördert. Folgende sind die zzt. gültigen Bundesprogramme zusammengefasst.
Förderprogramme des Bundes
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Förderprogramm |
Förderung von |
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Programm zur Förderung erneuerbarer Energien (Marktanreizprogramm) Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA |
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Programm zur Förderung erneuerbarer Energien Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW |
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CO2-Minderungsprogramm Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW |
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08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
Tipps & Tricks zur Umsetzung der EnEV 2009!