Solarworld-Chef Frank Asbeck hat zum erneuten Male ein Angebot für eine zusätzliche Kürzung der bisherigen Photovoltaik-Förderung unterbreitet. Eine außerplanmäßige Senkung zur Mitte des Jahres 2010 sei seiner Meinung nach denkbar.
Die deutsche Solarindustrie will der Bundesregierung konkrete Vorschläge für eine außerplanmäßige Absenkung der Photovoltaik-Förderung machen. „Wir haben Bundesumweltminister Norbert Röttgen angeschrieben und unsere Bereitschaft zu Gesprächen bekundet,“ erklärte Solarworld-Chef, Frank Asbeck vor kurzem. Er schlage eine zusätzliche Kürzung von rund zehn Prozent zur Mitte des Jahres 2010 vor. Ganz planmäßig wird die bisherige finanzielle Förderung zu Beginn des Jahres 2010 für Photovoltaik-Dachanlagen um neun Prozent und für große Freiflächen-Kraftwerke um elf Prozent sinken.
„Zum 1. April oder 1. Juli kommenden Jahres könnte ein weiterer Schritt kommen,“ erörterte Frank Asbeck weiter. Die finanziellen Unterstützungen sollten dann im gleichen Umfang wie zum Jahreswechsel gesenkt werden.
„Mit der regulären Kürzung Ende 2010 kommen wir damit auf drei Stufen,“ stellte Frank Asbeck fest. Die finanzielle Förderung sei dann im Vergleich zum Jahr 2008 für kleine Dachanlagen insgesamt um 25 Prozent und die für Freiflächenanlagen um 30 Prozent niedriger.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigte sich auch offen für konstruktive Gespräche, ohne allerdings konkrete Zahlen nennen zu wollen. „Wir haben uns im Verband noch nicht festgelegt,“ meinte Geschäftsführer Carsten Körnig. Dies werde in etwa noch zwei bis drei Wochen dauern. Die neue Bundesregierung aus Union und FDP hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, sie wolle „mit einer Anhörung in den Dialog mit der Solarbranche und Verbraucherorganisationen treten, mit welchen Anpassungen kurzfristig Überförderungen bei der Photovoltaik vermieden werden können“.
Foto: pixelio.de, Rainer Sturm
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
Tipps & Tricks zur Umsetzung der EnEV 2009!