Hierbei bestätigte Unternehmenschef Günther Cramer, dass das 1981 als Ableger der Kasseler Universität entstandene Unternehmen inzwischen über 3000 Menschen beschäftige. Nur eine Jahr zuvor waren es nur die Hälfte. Rund 1000 Arbeitsplätze seien mit der neuen Fabrik entstanden.
In der 18.500 Quadratmeter großen und 45 Millionen Euro teuren neuen Halle sollen jedes Jahr Wechselrichter mit einer Produktionsleistung von vier Gigawatt für den ganzen Weltmarkt entstehen. Wechselrichter wandeln den Gleichstrom aus Solaranlagen in netzüblichen Wechselstrom um und sind damit maßgeblich am Wirkungsgrad der Anlage beteiligt. „Sie sind Herz und Hirn einer jeden Solaranlage,“ konstatierte Günther Cramer. SMA sei mit einem Anteil von etwa 40 Prozent Weltmarktführer in diesem Segment. Jedes Jahr sollten sechs neue Produkte auf den Markt kommen und noch effizienter und billiger als ihre Vorgänger sein. „Wir sind Technologieführer, und das wollen wir bleiben,“ so Cramer.
Hessens Energieministerin Silke Lautenschläger von der CDU erklärte, dass die Anlage ganz ohne den Ausstoß von Kohlendioxid auskomme. Eine gebäudeeigene Photovoltaikanlage und ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk sorgten dafür, dass nur erneuerbare Energien benötigt werden. Außerdem verbrauche der Bau gegenüber der Standardbauweise nur 20 Prozent der Energie. Die Fabrik sei ein vom Land gefördertes Modellprojekt. „Das Ergebnis ist beeindruckend: Es gibt Mittel und Wege, um die Treibhausgase entlang der gesamten Produktkette zu erfassen und energetisch zu minimieren.“ Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen von der SPD redete von einem „Schulterschluss von Ökonomie und Ökologie.“
Foto: SMA Solar Technology AG
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
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