„Unser grünes Portfolio ist im Geschäftsjahr 2009 um elf Prozent (auf 23 Milliarden Euro) gewachsen und dürfte dieses Jahr auf 25 Milliarden Euro zulegen,“ sagte Wolfgang Dehen, Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO der Energiesparte. Dies zeige die Bedeutung der grünen Technologie für den Münchener DAX-Konzern. Siemens wolle „beträchtliche Summen“ in Forschung und Entwicklung stecken. Eine genaue Zahl könne zurzeit jedoch nicht genannt werden
Auch Peter Leupp, Mitglied der ABB-Konzernleitung und verantwortlich für die Power-Systems-Sparte, schaut positiv auf die Zukunft der Branche. Die grüne Energie trägt rund zwei Milliarden US-Dollar oder etwa zehn Prozent zum jährlichen Umsatz des Zürcher Industriekonzerns bei.
Im Zuge der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen müssten die meisten Netze weltweit überholt werden und in so genannte intelligente Stromnetze, oder „smart grids“, umgewandelt werden, da Elektrizitätsströme aus Wind- oder Solarenergie in den Stromleitungen anders gesteuert werden müssten. „Viele unserer Technologien ermöglichen die Integration von erneuerbaren Energiequellen,“ so Leupp.
Auch Siemens rechnet mit einem großen Nachfrageanstieg für „smart grids“. Laut Konzernschätzungen dürfte das potenzielle Marktvolumen in den Bereichen, in denen Siemens tätig sind, im Jahr 2014 bei 30 Milliarden Euro liegen. Der Konzern wolle einen Marktanteil von 20 Prozent oder mehr gewinnen, erklärte Dehen. Das entspreche einem Umsatz von mindestens sechs Milliarden Euro „in dieser Fünf-Jahres-Periode“. Dieses Jahr wollen die Münchener mit „smart grid“-Technologie Umsätze von mindestens einer Milliarde Euro erreichen.
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