Um die Anlage zu errichten, mussten 6.258 Module und 23 Kilometer Kabel verlegt werden. Der Wirkungsgrad liegt aufgrund zweier Schichten aus amorphem und mikrokristallinem Silizium bei rund acht Prozent. Die Leistungskapazität der gesamten Anlage beträgt demnach 706 Kilowattpeak. Für die Umwandlung in Wechselstrom sorgt ein Zentralwechselrichter.
Diese Tandem-Struktur lässt die Absorption eines größeren Bereichs des Sonnenlichtspektrums als im Falle von herkömmlichen Solarzellen aus amorphem Silizium zu. Dadurch entsteht auch bei nicht idealen Bestrahlungsbedingungen und Schattenwurf eine gesteigerte Energieausbeute, so der Hersteller.
„Herkömmliche Anlagen werden meist bei einem Winkel von rund 30 Grad aufgestellt. Daher kommt eine dachparallele Verlegung den Anlagen auch in statischer Hinsicht zugute. Außerdem trägt eine gleichmäßige Gewichtsbelastung bei Schneefall zur Langlebigkeit der Einrichtung bei,“ erklärt Werner Hillebrand-Hansen von Sunova. Ein weiterer Vorteil liege im geringen Rohstoffeinsatz. Die Schichtendicke von zwei Mikrometern komme nur einem Prozent der Dicke von herkömmlichen Wafer-Zellen gleich.
Der Auftraggeber des Projekts in Dornstetten produziert so zukünftig 2,4 mal mehr Strom als er verbraucht, was einer jährlichen Reduktion von 540 Tonnen an Kohlendioxid-Emmissionen entspricht. Auch in ästhetischer Hinsicht bietet sich diese Bauart wegen ihrer Unauffälligkeit an.
Unabhängig von der Modultechnik betrachtet, erreichen die größten Photovoltaikanlagen Deutschlands bereits Kapazitäten von fünf Megawatt Anschlussleistung. Kraftwerke dieser Größenordnung machen die Installation von 30.000 und mehr Modulen nötig. Dünnschicht-Technologien werden aber wegen zahlreicher Anwendungsmöglichkeiten weiterhin mehr und mehr in den Blickpunkt rücken.
Foto: sunova.eu
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