Die „agrarwelt 2010“ vom 19. bis 21. Februar rückt das Thema Biogas in den Fokus einiger Vorträge und gibt mit Hilfe von Fachleuten Antworten auf offene Fragen. Zudem können sich die Besucher über Themen aus den Bereichen Land- und Solartechnik, Betriebsmittel und Betriebsmanagement informieren.
Siegfried Wucher, Sprecher des Fachverbandes Biogas, erklärt: „Der Bau einer Biogasanlage lohnt sich für Landwirte. Nicht für alle, aber für viele.“ Beispielsweise für die, die ihren Stall ganz modernisieren müssten, um im Wettbewerb mithalten zu können. „Die Investition in einen Kuhplatz beträgt heutzutage rund 7.000 Euro,“ erörtert Wucher, der selbst von einem Bauernhof stammt. „Im Vergleich dazu kostet eine Biogasanlage pro installiertes Kilowatt (kW) etwa 4.000 bis 6.000 Euro.“ Während Milch- und Fleischpreise immer weiter massiv sinken, sichert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den jeweiligen Produzenten über 20 Jahre feste Vergütungssätze pro Kilowattstunde zu, die teils weit über den Marktpreisen für konventionell erzeugten Strom liegen.
„Mit einer Biogasanlage schlagen Bauern gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe,“ sagt Wucher, der mit weiteren Experten auf der „agrarwelt“ Referate zum Thema halten wird: Große Mengen an Gülle und Mist können so verwertet werden. Auch pflanzliches Material wie Gras, das inzwischen in vielen Gegenden im Überschuss vorhanden ist, kann mit vergoren werden. Selbst Speisereste oder Abfälle von Restaurants eignen sich zur Biogasherstellung. Für die Energie, die dabei entsteht, erhalten die Landwirte Geld – derzeit bringt ein Kubikmeter Gülle von Milchkühen umgerechnet rund 10 Euro – und zugleich einen guten Dünger für ihre Felder.
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
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