Die USA haben schon den Weg zur Regulierung von Treibhausgasen frei gemacht. Die amerikanischen Umweltbehörde EPA stufte das klimaschädliche Kohlendioxid und fünf weitere Gase offiziell als Risiko für die öffentliche Gesundheit ein. Damit darf US-Präsident Barack Obama künftig die Emission eigenständig begrenzen – ohne Zustimmung des Kongresses, auf der Basis eines nationalen Umweltgesetzes von 1990.
Die Entscheidung verbessere die Stimmung für die Branche insgesamt, stellte ein Händler fest. Schon gestern haben US-Aktien um fünf bis zehn Prozent zugelegt.
Das positiver werdende Umfeld auf dem US-amerikanischen Markt färbte auch auf deutsche Aktien ab. „Die deutschen Unternehmen, die am stärksten über ihre Aufträge in den USA engagiert sind, sind SMA Solar, Solarworld, Solon, Centrotherm Photovoltaics und Roth & Rau,“ führte ein anderer Marktteilnehmer aus. „Zudem hat Phoenix Solar gerade den Markteintritt in die USA vorbereitet.“
„Mit dem Gipfel hoffen einige auch auf ein besseres Geschäft in der Solarbranche,“ sagte ein Händler. „Nach einem eher schwierigen Jahr setzten jetzt die Anleger auf eine Erholung in 2010,“ ergänzte ein zweiter Händler.
Die Erwartungen an den Weltklimagipfel sind nach dem Richtungsschwenk der amerikanischen Umweltbehörde hoch. Denn die EPA verschaffte Obama somit mehr Spielraum bei den entscheidenden Schlussverhandlungen in Kopenhagen. Ziel des Gipfels ist eine Einigung über eine Reduzierung der Treibhausgase, um den erwarteten Anstieg der Temperatur auf zwei Grad zu begrenzen.
Foto: pixelio.de, Rainer Sturm
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