Von diesen Anlagen, welche sich durch ihre vertikal angeordneten Rotoren auszeichnen, sind zwei Versionen in Planung: eine 500-Watt-Anlage und eine 3-kW-Anlage. Die 500-Watt-Windkraft-Anlage ist als Insel-Lösung ausgelegt, die den erzeugten Gleich-Strom in ein Batterie-System puffert. Mit ihr lässt sich ein Wochenendhaus, eine Laube, eine Berghütte oder ein Bootshaus mit elektrischer Energie bei einer Spannung von 16 Volt versorgen.
Anders bei den 3-kW-Windkraft-Anlagen, die mit einem Strom-Umrichter ausgestattet sind und ihre Leistung in das 230-Volt-Netz einspeisen können. Zusätzlich zu der privaten Insel-Nutzung kann die Anlage nach Angabe des Herstellers überall da eingesetzt werden, wo bislang Strom-Erzeugungs-Aggregate mit fossilen Brennstoffen benutzt werden. „Es ist aber auch denkbar“, erläutert Grimbacher, „dass eine Windkraft-Anlage auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums steht und neben der Strom-Erzeugung auch Werbezwecken dient.“
Nach Angaben des Anbieters funktioniert die Windanlage auch bei ungünstigen Windverhältnissen. „Das liegt daran“, führt Grimbacher aus, „dass sich unser Rotor um die vertikale Achse dreht und somit windrichtungsunabhängig funktioniert.“ Und das wiederum liege an dem aerodynamischen „Läufer“, wie Fachleute den Rotor auch nennen. Dieser dreht sich horizontal um eine Achse, die sich aus dem Ständer-Rohr fortsetzt. Die drei jeweils um 120 Grad angeordneten Streben des Rotor-Käfigs tragen je einen inneren und einen äußeren Tragflügel. Der innere wird Savonius-Rotor genannt und dient als Anfahr-Hilfe. Der äußere heißt Darrieus-Rotor und sorgt durch sein spezielles aerodynamisches Naca-Profil für den Ertrag der Windkraft.
Bild: Roschiwal + Partner
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
Tipps & Tricks zur Umsetzung der EnEV 2009!