Damit erreichten erneuerbaren Energien insgesamt einen Anteil am Endenergieverbrauch von 10,6 Prozent (2008: 9,5 Prozent), mehr als jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde stammte also aus regenerativen Quellen. Die Erneuerbaren Energien haben allein im vergangenen Jahr rund 111 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden und damit die Volkswirtschaft um 7,9 Milliarden Euro externer Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden entlastet. Außerdem konnten Importe fossiler Brennstoffe im Gegenwert von 6,4 Milliarden. Euro vermieden und stattdessen die heimische Wertschöpfung gestärkt werden.
„Trotz der schwierigen Bedingungen durch die weltweite Wirtschaftskrise haben die Unternehmen der Branche investiert und den Anteil der erneuerbaren Energien weiter erhöht. Das bedeutet einen hohen Nutzen für Arbeitsmarkt, Klimaschutz und Volkswirtschaft. Diese positive Gesamtentwicklung muss die Politik in Bund und Ländern jetzt weiter vorantreiben und bestehende Hemmnisse abbauen,“ erläuterte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann bei der Veröffentlichung der Zahlen.
Besonders stark haben die erneuerbaren Energien im Wärmesektor zugelegt. Dort stieg ihr Anteil auf 9,6 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme in der Wärmeerzeugung von 110,7 auf 125,3 Milliarden kWh. „Die Zahlen zur erneuerbaren Wärme sind zunächst einmal sehr erfreulich. Doch sie täuschen über eine gefährliche Trendwende hinweg: Im zweiten Halbjahr 2009 ist der Absatz von Anlagen der regenerativen Wärmeerzeugung regelrecht eingebrochen,“ so Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe und Sprecher der AG Wärme im BEE. Die Politik müsse deswegen für den Wärmemarkt dringend zusätzliche Anstrengungen unternehmen.
Foto: pixelio.de, Peter von Bechen
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