Hierbei würden die erneuerbaren Energien in elf Jahren bereits ein Viertel der Wärmeversorgung in Deutschland übernehmen, 18 Prozent des Energieverbrauchs im Verkehr stellen und 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland decken.
Im Wärmebereich steuern die erneuerbaren Energien, also vor allem Holz, zurzeit einen Anteil von etwa sieben Prozent bei; die Bundesregierung strebt bis 2020 eine Verdoppelung an. Im Stromsektor erreichte der Anteil der erneuerbaren Quellen 2008 einen Anteil von gut 15 Prozent; bis 2020 will die Bundesregierung diesen Anteil mehr als verdoppeln. Dagegen sank im vergangenen Jahr der Beitrag der Biokraftstoffe zur Versorgung aufgrund der gekürzten Steuerförderung für Biodiesel und Pflanzenöl auf 5,9 Prozent. Die deutsche Biokraftstoffquote steigt 2010 auf 6,25 Prozent und bleibt dann zunächst auf diesem Level.
Zu den richtigen Rahmenbedingungen gehören für den BEE wirksamere Instrumente für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmesektor, ein Neustart in der Biokraftstoffpolitik und das Festhalten an den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten Investitionsbedingungen im Stromsektor. Das EEG legt die Einspeisevergütungen für Ökostrom fest. „Wenn die neue Bundesregierung jetzt den Mut hat, nach dem Stromsektor auch in den Bereichen Wärme und Verkehr konsequent auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen, wird Deutschland 2020 schon deutlich weiter sein, als die EU-Richtlinie zum Ausbau der erneuerbaren Energien vorschreibt,“ stellte BEE-Präsident Dietmar Schütz fest. Laut dieser Richtlinie soll der Anteil der regenerativen Energiequellen bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts auf 20 Prozent steigen.
Foto: pixelio.de, Klaus-Uwe Gerhardt
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