Als Taupunkttemperatur wird diejenige Lufttemperatur bezeichnet, bei der Tauwasserbildung einsetzt. Die Taupunkttemperatur ist abhängig von der Lufttemperatur und vom Wasserdampfgehalt der Luft. Ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, d.h. beträgt die relative Luftfeuchte 100%, dann entspricht die Taupunkttemperatur genau der Lufttemperatur.
Erläuterung
Luft kann in Abhängigkeit von der Temperatur eine ganz bestimmte Menge an
Wasserdampf aufnehmen. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge wird als
Sättigungsmenge bezeichnet. Mit zunehmender Lufttemperatur steigt die
Sättigungsmenge überproportional an.
Sättigungsmenge der Luft
Erreicht die vorhandene Wasserdampfmenge in der Luft die Sättigungsmenge
(z.B. beim Abkühlen der Luft), dann fällt überschüssiger Wasserdampf bei
positiven Lufttemperaturen in flüssiger Form als Tauwasser aus. Die
Lufttemperatur, bei der dies geschieht, wird als Taupunkttemperatur bezeichnet.
Die Taupunkttemperatur ist abhängig von der Lufttemperatur und der relativen
Luftfeuchte. Dabei gelten folgende Zusammenhänge:
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Bei einer relativen Luftfeuchte von 100 % ist
die Taupunkttemperatur genauso groß wie die Lufttemperatur.
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Bei relativen Luftfeuchten unter 100 % liegt die
Taupunkttemperatur unter der Lufttemperatur.
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Je geringer die relative Luftfeuchte ist, desto
größer ist der Abstand zwischen Lufttemperatur und Taupunkttemperatur.
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Je größer die relative Luftfeuchte ist, desto
geringer ist der Abstand zwischen der Lufttemperatur und der
Taupunkttemperatur.
Die Taupunkttemperatur wird beispielsweise
benötigt, um festzustellen, ob sich Tauwasser auf Bauteiloberflächen (in der
Regel auf der Innenseite) bildet. Zur Tauwasserbildung kommt es, wenn die
Oberflächentemperatur θ
si eines Bauteils kleiner oder gleich der
Taupunkttemperatur θ
s ist.