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Steuererleichterung für das Energiesparen gefordert

„Nur durch eine steuerliche Anerkennung von Energiesparinvestitionen sind die große Unsicherheit und Zurückhaltung der Hauseigentümer kurzfristig wirksam zu überwinden," fordert Stefan Musil, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.

Architektenkammer fordert Steuererleichterung fürs Energiesparen


„Nur durch eine steuerliche Anerkennung von Energiesparinvestitionen sind die große Unsicherheit und Zurückhaltung der Hauseigentümer kurzfristig wirksam zu überwinden," fordert Stefan Musil. Der Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass Hauseigentümer vielfach über Geldvermögen verfügen, die sie gerne in die Zukunftssicherung ihrer Immobilie investieren würden. Angebotene Informationen und Beratung würden jedoch nur zögerlich genutzt. „Ehe er etwas Falsches tut, tut der Hausbesitzer lieber erst einmal gar nichts."

Absetzbarkeit ausweiten


Um ein gutes Stück weiterzukommen, müssen einfache und klare Förderbedingungen für Investitionen in Energieeinsparung und Energieeffizienz geschaffen werden. Grundlage dafür wäre eine steuerliche Absetzbarkeit von Immobilieninvestitionen über zehn Jahre. Hier erinnert der Vertreter von 5.300 Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern in Rheinland-Pfalz an frühere Regelungen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Modernisierungsmaßnahmen oder geltende Vorschriften für den Denkmalschutz. Die derzeitige energetische Sanierungsrate von maximal ein bis zwei Prozent des Hausbestandes pro Jahr reiche nicht aus, um mittelfristig einen wirksamen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen zu erreichen. Alleine mit gesetzlichen Verschärfungen bei den Grenzwerten sei es ebenso wenig getan. Es gelte, alle Kräfte zu konzentrieren, um klare Botschaften über einen Förderweg aufzuzeigen.



Foto: aboutpixel.de

Die bisherigen Förderansätze unter anderem durch KfW-Programme kommen bei den Bauherren nur bedingt an. Dieser sieht sich vielfach einem Förder- und Informationsdickicht gegenüber, das kaum zu durchschauen ist.

Abschwung für Bauhandwerk abfangen


Verteilungspolitischen Bedenken gegen eine steuerliche Förderung könne man mit einer Investitionsprämie von 25 Prozent entsprechen. Voraussetzung für die steuerliche Förderung muss eine vielfach von den Bauherren gewünschte kompetente, unabhängige Planung sowie die Vorlage entsprechender Handwerkerrechnungen sein. Musil: „Vielfach ist das Geld da, jetzt gilt es, dies für Klimaschutz und Senkung der Energiekosten zu mobilisieren." Private und gewerbliche Hausbesitzer benötigten klare Signale, um Geldhorten durch Investitionen abzulösen. Die Konjunkturlokomotive Bauwirtschaft ist gefragt. Nur so könne der Abschwung im Bausektor aufgefangen und Beschäftigung in Planungsbüros und Bauhandwerk mit positiven Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft geschaffen werden.


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