Die Studie untersuchte unter anderem, welche Modernisierungen innen und außen im Bereich Sonnenschutz durchgeführt wurden. Den ersten Platz im Außenbereich erreichte die Markise, die bei 30 Prozent aller Modernisierungsmaßnahmen von den Bewohnern erneuert oder neu eingebaut wurde. Dahinter folgt die Erneuerung oder der Neueinbau von Rollläden, die ja auch die Sicherheit im Haus erhöhen.
Wenn sich Leute in ihren vier Wänden gegen Sonne oder neugierige Blicke schützen wollen, sind Rollos am beliebtesten. Sie liegen mit 20 Prozent knapp vor Gardinen und Vorhängen, für die sich die Modernisierer in 19 Prozent aller Fälle entschieden haben.
Insgesamt führten die Haushalte mehr als 2 Millionen Modernisierungsmaßnahmen im Sektor Sonnenschutz durch. Die Investitionssumme pro Haushalt liegt im Durchschnitt bei zirka 900 Euro. Bei der Hälfte der Maßnahmen wurden allerdings weniger als 500 Euro ausgegeben. Betrachtet man dagegen den Ausgabenbereich von 3.000 bis 5.000 Euro, so fällt auf, dass knapp 4 Prozent der Maßnahmen bereits einen Marktanteil von über 13 Prozent haben.
Der größte Anteil des Modernisierungsvolumens entfällt auf die Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren. Ihr Anteil liegt bei 31 Prozent. Darüber hinaus sind die Anteile in den einzelnen Altersklassen ziemlich gleich verteilt. Lediglich die unter 30jährigen übernehmen bei der Modernisierung keine nennenswerte Rolle.
Ob der Handwerker bei der Modernisierung des Sonnenschutzes eingesetzt wird, hängt stark von den Gesamtausgaben ab. Liegen sie unter 500 Euro, beträgt der Handwerkeranteil lediglich knapp ein Drittel. Erst ab Ausgaben von mehr als 1.000 Euro wird es für Handwerker interessant. Hier liegt ihr Anteil bei 60 Prozent und steigt dann bei höheren Investitionssummen steil an. Ab 5.000 Euro ist der Handwerker selbstverständlich.
In der Hitliste der Modernisierungsmaßnahmen liegt der Bereich Sonnenschutz mit 2,3 Milliarden Euro an elfter Stelle. Das Spitzentrio bilden „An-und Umbauten“, „Dach“ und „Bad/Sanitär“.
Foto: Heinze
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
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