Drei der insgesamt 15 Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne wurden um verschiedene Optionen zum Passivhausstandard erweitert. Im Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ haben Bauherren von Wohngebäuden jetzt die Möglichkeit, neben dem schnellen Vergleich verschiedener Heizsysteme auch die Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses, das ganz ohne separates Heizsystem auskommt, zu prüfen. Schnell und unkompliziert können Nutzer die individuelle Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen.
Auch die Kohlendioxid-Emissionen der ausgewählten Systeme werden gegenübergestellt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt beispielsweise für ein neu gebautes Einfamilienhaus einen jährlichen Heizwärmebedarf von höchstens 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das Energiesparwunder Passivhaus mit seinem Bedarf von weniger als 15 Kilowattstunden unterläuft diese Vorgaben um ein Vielfaches.
Der „Modernisierungsratgeber“ bietet nach der Bewertung des Energieverbrauchs des bestehenden Gebäudes an, Passivhauskomponenten als Modernisierungsmaßnahmen auszuwählen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus hat einen Energieverbrauch von 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Mit den üblichen Modernisierungsmaßnahmen nach EnEV-Standard können die Eigentümer diesen Verbrauch auf etwa 70 kWh reduzieren.
Nach der Modernisierung mit Passivhauskomponenten werden nur noch 10 bis 20 kWh verbraucht. Wie sich diese enorme Energie- und damit Kosteneinsparung zu den Investitionskosten verhält und was das für den Kohlendiopxid-Ausstoss bedeutet, ermittelt der "Modernisierungsratgeber" für jeden Nutzer individuell.
Foto: pixelio.de, Viktor Mildenberger
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
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