NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Gottfried Kiesow würdigten die Preisträger in Düsseldorf.
Der erste Preis ging an Petra Bärschneider und Frank Tschentscher. Sie restaurierten sehr engagiert ein historisches Wohnhaus in Leichlingen und kombinierten dabei innovative energetische Lösungen mit historischen Techniken und denkmalgerechten Materialien. Der zweite Preis ging an der Heimatverein Borghorst, der das Ackerbürgerhaus in Steinfurt vor dem Verfall bewahrt und wieder zu einem beliebten Ort für das Gemeindeleben gemacht hat. Den dritten Preis bekam die Eigentümergemeinschaft Kramp. Mit erfahrenen Handwerkern und Liebe zum Detail gelang es ihnen, das ehemalige Kantoren- und Küsterhaus in Bad Salzuflen zu retten.
In seiner Rede zur Preisverleihung verwies Präsident Otto Kentzler auf die wichtige gesellschaftliche Verantwortung, welche die Preisträger wahrgenommen haben: „Sie haben keine Mühen und Kosten gescheut, um mit vorbildlichem Engagement einen Teil unseres baukulturellen Erbes zu retten.“ Möglich ist dies nur durch gut ausgebildete Fachkräfte, die um die historischen Techniken wissen und sie an moderne Nutzungsanforderungen anpassen können. „Mit der Akademie Schloss Raesfeld hat Nordrhein-Westfalen ein exzellentes Fortbildungszentrum für Handwerker in der Denkmalpflege, das deutschlandweit Maßstäbe setzt,“ erklärte Kentzler.
Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem ZDH verliehen. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt. Handwerker, Bauherren, Architekten und Denkmalpfleger können Bewerbungen für denkmalgeschützte Objekte einreichen, die Handwerksbetriebe in den vergangenen fünf Jahren restauriert haben. Ende November wird der Preis in diesem Jahr zusätzlich in Brandenburg vergeben. 2010 wird er für die Bundesländer Berlin und Rheinland-Pfalz ausgeschrieben.
Foto: Kurt F. Domnik
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