Altbausanierung

Dämmen mit Holzfasern

Werden ehemalige Speicher zu Wohnzwecken ausgebaut, ist das Dämmen der Dachflächen unabdingbar. Jede Wohnung soll ja das ganze Jahr vor Kälte, Hitze und Schall optimal schützen. "Mit Holzfaserdämmstoffen lassen sich Unter-, Zwischen- oder Aufsparrendämmungen diffusionsoffen ausführen, woraus sich ein Maximum an Wohnbehaglichkeit ergibt ,“ erklärt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD).

Das liegt an den bauphysikalischen Eigenschaften, die Holzfaserdämmstoffe von Natur aus mitbringen.

Schon das Vollholz zeichnet sich durch eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit aus. Von daher ist es nachvollziehbar, dass durch die Weiterverarbeitung zu Holzfaserdämmstoffen eine ökologische und leistungsfähige Dämmung entsteht, die Wohnungen im Dachgeschoss ebenso vor Raumwärmeverlusten wie umgekehrt auch vor Kälte schützt.

Holzfaser-Dämmprodukte lassen sich für vielfältige Anwendungen miteinander kombinieren; beim Dachgeschossausbau zum Dämmen der obersten Geschossdecke, der Dachflächen, der Drempel und der Giebelwände. Die diffusionsoffene Struktur des natürlichen Materials gibt bauphysikalische Sicherheit, bewirkt ein ausgeglichenes Raumklima und sorgt für behagliches Wohlbefinden in gedämmten Innenräumen. Zudem sind Dämmprodukte aus Holzfasern weitgehend alterungsbeständig, was ein spürbares Plus an Wohnkomfort für Jahrzehnte garantiert.

Holzfaserdämmstoffe gibt es allen erdenklichen Dicken und Formaten. Dämmkeile und Dämmplatten aus Holzfasern sind für den Dachgeschossausbau ebenso zu haben wie spezielle Gefachdämmstoffe zur Zwischensparrendämmung, die eine hohe Klemmwirkung aufweisen und sich ganz einfach zwischen den Dachbalken einfügen lassen. Spezielle Schutzbekleidung wie zum Beispiel Atemschutzmasken oder Arbeitshandschuhe ist beim Verarbeiten von Holzfaserdämmstoffen meist überflüssig, denn Natur belassene Holzfasern lösen normalerweise weder Allergien noch Hautreizungen aus und sind auch nicht lungengängig. Deshalb kann das Haus bedenkenlos mit Produkten aus Holzfasern gedämmt werden..

Bei Dachgeschossausbau muss beachtet werden, worauf die Dämmung platziert wird. Auch auf eine korrekte Anbringung Dampf bremsender Folien ist zu achten.. Auch die Änderung der Dachlasten, die aus der Dämmung resultiert, muss berücksichtigt und rechnerisch nachgewiesen werden.

Die Wärmedämmung der Dachschrägen kann entweder als Zwischensparrendämmung, als Aufsparrendämmung (vor allem bei anstehender Neueindeckung des Dachs) oder als Untersparrendämmung erfolgen (von der Raumseite her).

Foto: aboutpixel.de Anke Fock


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