Im Sanierungsprojekt in Weingarten wird die Energieeffizienz, auch gegenüber dem heutigen Stand der Technik, nochmals massiv reduziert. Durch die Beteiligung der Forschung wird der Energiebedarf für Beheizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung und Hilfsenergien, in Gebäuden, ermittelt und verbessert. Das Beispiel soll Schule machen und dazu beitragen, dass zukünftig auch aus älteren Bestandsgebäuden nachhaltige Häuser mit geringem Energieverbrauch werden. Es will zeigen, dass bei der Gebäudesubstanz eine weitere grundlegende Verbesserung der Möglichkeiten einer konsequenten und nachhaltigen energetischen Sanierung, bei niedrigen Kosten, möglich ist.
Ziel des Vorhabens ist die Planung, Umsetzung und messtechnische Analyse der energetischen Sanierung der Gebäude und der Energieversorgung von Weingarten.
Bei der Sanierung älterer Gebäude werden bei der Energieversorgung Lösungen angestrebt, die eine Reduzierung des Wärmeverbrauchs bewirken und die Laufzeiten des Blockheizkraftwerks (BHKW) und die Kohlendioxid-Reduktion miteinander in Einklang bringen. „Der Primärenergieverbrauch aller Energiedienstleistungen soll, nach Abschluss der Sanierung um 30 Prozent gegenüber dem heutigen Zustand reduziert werden,“ erklärt Sebastian Herkel, Leiter der Gruppe Solares Bauen am Fraunhofer ISE. „Das Vorhaben soll für ein zukunftsfähiges Modell energetischer Stadtsanierung exemplarisch sein.“ Die Reduktion des Energieverbrauchs hat so gesehen auch Einfluss auf die Auslastung von Blockheizkraftwerken.
Der westliche Teil des 30 HektarFläche umfassenden, in den Jahren 1965 bis1969 entstandenen Freiburger Stadtteils Weingarten, in dem etwa 5800 Menschen wohnen, soll im Zeitraum der Jahre 2007 bis 2018 modernisiert werden.
Mehr zum Thema Altbausanierung.
08/09, Praxis-Check Architektur: EnEV 2009
Tipps & Tricks zur Umsetzung der EnEV 2009!