Die weltweiten Investitionen in saubere Energie sind im ersten Quartal 2009 unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise gegenüber dem vierten Quartal 2008 um 44 Prozent und gegenüber ersten Quartal 2008 um 53 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar stark zurückgegangen. Das berichtet New Energy Finance.
Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner forderte beim „4. Klimakongress“ der Energie Baden-Württemberg (EnBW) ein stärkeres Engagement der Energieversorger in punkto Klimaschutz und forderte beim bevorstehenden Weltklimagipfel in Kopenhagen eine Verständigung auf verbindliche Kohlendioxid-Reduktionsziele und einen konkreten Zeitplan für ein global verbindliches Klimaabkommen.
Es soll der Ausblick auf das Jahr 2020 sein, jenes Jahr, um das sich in Kopenhagen alles dreht. Das Jahr, bis zu dem die Staaten den Ausstoß von Kohlendioxid nach Vorgabe des Weltklimarates massiv reduzieren müssten, damit sich die Erde nicht um mehr als zwei Grad Celsius erwärmt. Der Text dazu auf allen Poster ist derselbe: ¿Es tut mir leid, wir hätten den katastrophalen Klimawandel stoppen können - aber wir haben es nicht.¿
Das Ergebnis ist mager. Mehr als 40.000 Politiker, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten, Lobbyisten und NGO-Aktivisten waren angereist, um die Welt zu retten. 140 Privatjets landeten. 1.200 Limousinen fuhren die Delegierten von einem Ort zum anderen. Der mega-event-mäßig organisierte Gipfel bot eine Bühne für Wichtigtuer und Alarmisten. Die so genannte „Kopenhagener Vereinbarung“, die unter anderem von Deutschland und Angela Merkel ausgearbeitet wurde und von 25 Staaten unterzeichnet wurde, wurde vom Plenum lediglich „zur kenntnis genommen“.
Auch wenn in Kopenhagen nicht der große Wurf gelungen ist: Der in der Energiewirtschaft begonnene Umgestaltungsprozess wird nicht mehr gestoppt werden. Der erneuerbare Energiesektor profitiert und bleibt langfristig attraktiv. So sieht das die Schweizer Bank Sarasin. Deren jüngsten Prognosen bestätigen vor allem der Solarindustrie glänzende Aussichten: Das globale Wachstum 2010 im Photovoltaik-Markt wird von ihr auf 46 Prozent prognostiziert.
Im dänischen Kopenhagen treffen sich in diesen Tagen die Mächtigen aus der ganzen Welt, um auf dem internationalen Klimagipfel zukunftsfähige und innovative Strategien für die Problematik des Klimawandels zu verhandeln und zu beschließen. Ganz besonders im Fokus ist dabei natürlich die Entwicklung erneuerbarer Energien. Als neues Berufsfeld sind die erneuerbaren Energien in den Augen sehr vieler Menschen schon heute sehr attraktiv.
Unser Top-Thema der Woche: Klimaschutzgipfel in Kopenhagen: Lesen Sie ab sofort täglich über die Weltklimakonferenz und wie wir gemeinsam der Erderwärmung entgegenwirken können
Keine Kohlendioxid-Emission, nur regenerative Energien und konsequentes Recycling: Das sind die Hauptvorgaben der autofreien Zukunftsstadt Masdar City, die zurzeit am Rande des Öl-Emirates Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten entsteht. An der Entwicklung neuer Technologien für Planung und Umsetzung der Öko-Musterstadt, sind auch Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft maßgeblich beteiligt.
Der große Wurf scheint es nicht zu werden, der Klimagipfel in Kopenhagen. Der große Blitzeinschlag fand weder zum Positiven noch zum Negativen statt. Immerhin liegt jetzt ein Kompromisspapier vor, das auch durch die Bemühungen von Angela Merkel zustande kam.
Ob der Klimagipfel in Kopenhagen letztlich den Durchbruch bringen wird ist eher unsicher. Zwar kann man kaum einem Staatsvertreter den Wunsch nach mehr Klimaschutz absprechen, aber dennoch wollen nur die wenigsten auch eine Vorreiterrolle übernehmen.